Hot! Die teuersten Eintrittskarten und die meisten Zuschauer

Die Spiele der Europameisterschaft 2008 wurden in acht Stadien ausgetragen – jeweils vier davon lagen in der Schweiz und in Österreich. Im Vorfeld wurden mehrere Stadien umgebaut, erweitert oder neu errichtet: Insgesamt wurden dafür 900 Millionen Euro ausgegeben.

Die teuersten Eintrittskarten

Stadion in Zürich für die Euro 2008

Alle 31 Endrundenspiele waren ausverkauft. 1,14 Millionen Fußballfans verfolgten die Spiele in den Arenen der Schweiz und Österreichs. Knapp 870.000 Eintrittskarten wurden öffentlich verkauft, die restlichen Tickets gingen an Sponsoren, Vertreter der UEFA und an die Medien. Rund 400.000 der „öffentlichen“ Karten wurden unter acht Millionen Interessierten verlost.

Die günstigsten Tickets für das Vorrundenspiel waren für 45 Euro zu haben, für die teuersten Plätze im Finale musste man 550 Euro hinlegen. Die Schwarzmarktpreise überstiegen den regulären Kartenverkaufspreis wie üblich um ein Vielfaches. Auf E-Bay wurden bereits Monate vor der EM zwei Eintrittskarten für das Viertelfinale für 2.430 Euro verkauft.

Public Viewing
Während der Fußball-EM wurden in zahlreichen Städten Europas Public Viewing Arenen eingerichtet, die für Stadionatmosphäre sorgten. Die Innenstädte der Spielorte selbst wurden teilweise gesperrt und in Fanmeilen verwandelt, die regen Zuspruch bei der Bevölkerung fanden. Millionen Fans verfolgten die Spiele gemeinsam auf den überdimensionalen Bildschirmen in Wien, Innsbruck oder Basel. Am Heldenplatz bei der Hofburg wurden zehn riesige LED-Bildschirme für rund 70.000 Zuschauer eingerichtet, um die EM-Spiele live verfolgen zu können.

Am Wiener Riesenrad konnten bis zu 6.000 Fans auf einer 40 Quadratmeter großen Leinwand Fußballfieber in Echtzeit erleben. In der Schweiz wurde gar ein neuntes provisorisches Stadion mit 8.000 Stehplätzen errichtet, in dem die Fans die Spiele auf Großleinwänden verfolgen und auch dort übernachten konnten. Ob in Österreich oder in der Schweiz, überall herrschte ausgelassene Stimmung und die Fanzonen platzten aus allen Nähten.

Fazit: Offensivfußball trifft Fairness

Über 28 Millionen Zuschauer verfolgten das Finalspiel Deutschland – Spanien in der ARD. Jedes der 31 Endrundenspiele wurde laut UEFA von mindestens 155 Millionen Menschen live im Fernsehen gesehen – die Fußball-Europameisterschaften gelten als das größte sportliche Ereignis der Europäischen Union und als das drittgrößte mediale Sportereignis weltweit.

Die Organisation des Groß-Ereignisses lief reibungslos ab – Gastgeber und Experten werteten die EURO 2008 als vollen Erfolg. Die UEFA konnte EM-Rekordeinnahmen von 1,3 Milliarden Euro verzeichnen, der Gewinn betrug über 700 Millionen Euro. Dieser wurde in Entwicklungsprojekte der 53 UEFA-Mitgliedsländer investiert. Neben der guten Organisation war es vor allem der Offensivfußball, der begeisterte: 77 Tore fielen während des Turniers. Außerdem zeichneten sich die Spiele durch Fairness aus – während der gesamten EURO wurden nur drei Rote Karten gezückt.

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