Hot! Große Enttäusschungen

Während jeder EM haben Zuschauer, UEFA und Fußballprofis Erwartungen, die aus den vergangenen großen Turnieren erwachsen, und sich oft nicht in dem Maße erfüllen, wie gedacht und gewünscht. Hier ein kurzer Überblick über die größten Flops der EM 2008.

Ohne Punkt bei der Euro 2008

Europameister Griechenland
Die EM 2004 in Portugal wurde zum griechischen Fußballmärchen: Der Außenseiter Griechenland gewann im Finale in Lissabon 1:0 gegen Portugal. Zum ersten Mal in der Fußballgeschichte wurde Griechenland EM-Sieger. Doch ganz anders wie Spanien spielte Griechenland einen defensiven Fußball, der weder Publikum noch Fußballexperten glücklich machte. Auch in Österreich und der Schweiz spielte Hellas einen Defensivfußball – diesmal jedoch mäßig erfolgreich: Als einzige Mannschaft konnte der Titelverteidiger keinen einzigen Punkt für sich gewinnen.

Italien und Frankreich
Vize-Weltmeister Frankreich ging es kaum besser: Mit 1:6 Toren bekam Frankreich nur den Titel „Schlechteste Tordifferenz des Turniers“. Auch Weltmeister Italien enttäuschte: Im Viertelfinale gegen Spanien hieß es nach dem Elfmeterschießen „Arrivederci Italia“.

Cristiano Ronaldo

Während der Saison in der englischen Liga und der UEFA-Champions-League hatte Ronaldo insgesamt 42 Tore erzielt – während der EM 2008 traf er für Portugal nur ein einziges Mal. Kaum zeigte er einen schnellen Flankenlauf oder originelle Spielzüge.

Luca Toni

Auf den italienischen Weltmeister und Bundesliga-Torschützenkönig des FC Bayern München wurden viele Erwartungen gesetzt. Während der Saison erzielte er 39 Bundesliga-Tore, doch während der EM wollte es nicht so richtig klappen: Für seine Nationalelf gelang ihm kein einziges Tor, nach dem Elfmeter-Aus im Viertelfinale sprach Toni von einer „großen Bitterkeit.“

Das Wetter

Während der Gruppenspiele mangelte es nicht an Fußballbegeisterung, jedoch an Sonne. Die EM begann verregnet, die Public-Viewing Meute in den Städten der Schweiz und Österreichs trat in Regenjacke und Regenstiefel an. Die Fanzone in Wien musste während des Halbfinalspiels Deutschland gegen Türkei wegen eines heftigen Unwetters geräumt werden. Als in Basel die Partie Schweiz gegen Türkei stattfand, öffnete Petrus die Schleusen und es schüttete wie aus Kübeln. Nach dem Spiel musste der gesamte Rasen komplett ausgetauscht werden.

Die Gastgeber-Teams

Endlich waren die weniger (Fußball-)erfolgsverwöhnten Länder Schweiz und Österreich wieder einmal bei einer EM dabei. Die Fußballfans beider Länder unterstützten ihre Teams, wo es nur ging, doch die Nationalteams kamen über die Vorrunde nicht hinaus.

Das Ende für die Schweizer stand bereits nach zwei Gruppenspielen fest, das österreichische Fußballteam holte zwar einen Punkt gegen Polen – doch es reichte nicht. Manch einer hatte sich ein „Wunder von Wien“ erwartet, ganz wie dreißig Jahr zuvor in Cordoba. Trotz des ansprechenden Fußballs überstand kein Gastgeberteam die Vorrunde – Premiere in der Geschichte der EM.

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