Hoppalas

Die lustigsten Hoppalas
Jede EM wird von Menschen geplant, organisiert, gespielt – und ganz klar: Da gibt es jede Menge Raum für Fehler und kleine Unachtsamkeiten. Dass Irren menschlich ist, haben wir auch 2008 wieder erlebt und so fehlte es während der Fußball-Europameisterschaften nicht an lustigen Hoppalas, gröberen Schnitzern und dem ein oder anderen Fauxpas.

Kein TV Signal bei der EM

Das TV-Signal: Nichts geht mehr

Für das TV-Signal war erstmals der Veranstalter UEFA direkt verantwortlich – die Tochterfirma UEFA Media Technology SA sollte für weltweit scharfe Bilder sorgen. Doch während des Halbfinales Türkei-Deutschland kam es zum Hoppala: Zeitweise gab es einen Totalausfall der Satellitenübertragung – Schuld war ein technisches Problem. Die Sender waren durch vertragliche Vereinbarungen verpflichtet, die Bilder zu übernehmen – weltweit sahen die Fans schwarz. Einzig Al Jazeera und der Schweizer Sender SF 1 waren nicht betroffen. Von den 90 Spielminuten sahen die Zuschauer nur 72 Minuten – einige Sender schalteten dann die Schweizer Bilder hinzu. Auch auf Flitzer mussten die Fernsehzuschauer verzichten: Die UEFA-Regisseure blendeten die Nackedei einfach aus.

Rot, schwarz, gold…oder wie war das noch mal?

Gleich zweimal hat die ARD während der EM-Berichterstattung die falsche Deutschlandflagge ins Bild gesetzt. Statt schwarz, rot, gold spielten die Regisseure der ARD eine rot-schwarz-goldene Flagge in das Hintergrundbild des Reporters ein. Auf den ersten Patzer folgte sogleich ein zweiter: Während Livereporter Dietmar Teige von der Berliner Fanmeile berichtete, wehte im Hintergrund wieder eine „falsche“ Deutschland-Fahne. Offenbar hatte sich da jemand einen Spaß erlaubt – denn eine rot-schwarz-goldene Fahne hat kein Land der Welt. Sie muss also nach der ersten ARD-Panne in der vorhergehenden Woche von einem Witzbold extra geschneidert und ins Bild gehalten worden sein.

Die Hymnen-Panne: Deutschland über alles?
Beim letzten EM-Vorrundenspiel stand Deutschland plötzlich wieder über alles, über alles in der Welt. Wie das ging? Der Schweizer Sender SF2 untertitelte die Nationalhymne der deutschen Elf mit der verpönten Strophe „Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt“. Seit 1991 besteht die deutsche Nationalhymne nur mehr aus der dritte Strophe des „Deutschlandliedes“ von August Heinrich Hoffman von Fallersleben. Die falsche Videotext-Untertitelung für Gehörlose war ein Fauxpas wie er im Buche steht.

Peter Ceh
Was für alle Nicht-Tschechien Fans ein lustiges Hoppala war, war für den Torhüter Peter Ceh wohl eine Tragödie: Der Startorhüter von Chelsea verursachte den größten Patzer der EM. Im entscheidenden Spiel gegen die Türkei passierte es: In der 87. Minute ließ Ceh eine Flanke fallen, Nihat nutzte die Chance und schoss die Türkei ins Viertelfinale.