Hot! Immer mehr Tiroler Bürger sind von Armut bedroht

Zahl der Empfänger von Mindestsicherung in Tirol steigt an.

Die Zahl der Tiroler Bürger, die auf die Mindestsicherung des Staates angewiesen sind, ist im letzten Jahr um 12,6% gestiegen. Von 11.636 im Jahr 2010 auf 13.108 im Jahr 2011 ist die Zahl der Tiroler gestiegen, die von einem Betrag von 579 Euro im Monat Mindestsicherung, Leben müssen. Das sind bereits 1,8 % der Bürger Tirols die monatlich 579 Euro und die Miete, als Mindestsicherung erhalten. Zunehmend sind Rentner, Alleinerziehende und Menschen mit Migrationshintergrund betroffen. Armutsgefährdet sind in Tirol inzwischen 9,3 % der Bevölkerung. 66.000 Tiroler Bürger sind von akuter Armut bedroht.

Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer.

Immer mehr arbeitende Tiroler sind nicht mehr in der Lage, ihren Lebensunterhalt, ohne staatliche Unterstützung, aufzubringen. Bei gleichbleibend niedrigen Bruttolöhnen ist allein im letzten Jahr der Preise für Lebensmittel um 15 % gestiegen. Der Preis von Mehl ist innerhalb eines Jahres um bis zu 70 % teurer geworden. Ein geradezu inflationärer Wert. Zucker ist im selben Zeitraum um 25 % und Kaffee um 32 % teurer geworden. Weil die Lebenshaltungskosten derart schnell ansteigen, die Löhne hingegen gleich bleiben, sind immer mehr arbeitende Menschen nicht mehr in der Lage ihren Lebensunterhalt selber zu bestreiten. Gleichzeitig sind die Unterkunftskosten um 8 % höher als im übrigen Österreich. Tirol lebt vom Fremdenverkehr, eine Branche mit niedrigen Löhnen. Zusätzlich ist der Tourismus saisonalen Schwankungen unterworfen und bietet nicht ganzjährig Arbeitsplätze. Die Ansiedlung von Industrie, ein Ausbau des Gewerbes, könnten der zunehmenden Verarmung der Tiroler Bevölkerung entgegenwirken.

 

(Bildquellenangabe: Benjamin Thorn  / pixelio.de)

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