Jagdausflüge: Tiroler Landtag debattiert hitzig

Die Jagdausflüge des Tiroler Landeshauptmanns Günther Platter (ÖVP) sorgten am Donnerstag für eine hitzige Debatte im Landtag. Die Grünen forderten eine genaue Offenlegung der von verschiedenen Geschäftsleuten finanzierten Jagden und meinten, diese Einladungen seien mit einer geschenkten Urlaubsreise zu vergleichen.

Bernhard Ernst, Klubobmann der Liste “Fritz-Bürgerforum Tirol” warf dem Landeshauptmann die Beschädigung seines Amtes vor und verwies zudem auf den Rücktritt des deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff, der am 17. Februar aus dem Amt zurückgetreten war, nachdem man ihm gegenüber Korruptionsvorwürfe vorgebracht hatte.

Platter selbst äußerte sich nicht konkret zu den Jagdeinladungen. In der ORF-Sendung “Aktuelle Stunde” sagte er lediglich: “Heute scheint es so zu sein, dass man im Zweifel schuldig ist, wenn man Politiker ist.” Der Koalitionspartner der ÖVP, die SPÖ hielt zu Günther Platter. Landeshauptmann-Stellvertreter Hannes Gschwentner wies darüber hinaus die Rücktrittsanforderungen zurück und meinte, er koaliere lieber mit der ÖVP als beispielsweise mit der Dinkhauser oder der FPÖ.

Des weiteren sprachen sich sämtliche Oppositionsparteien wie die SPÖ für ein Tiroler Transparenzgesetz aus. Auch Platter kündigte die Ausarbeitung eines solchen Gesetzesentwurfes an. Das Gesetz beträfe alle Förderungen, unter anderem auch die Managergehälter. Ebenso sprach man sich für eine neue Regelung der Parteienfinanzierung aus. Platter kündigte an, die Beschlüsse zum Transparenzgesetz im Oktober in Angriff zu nehmen.

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