Hot! Landeck: Naturpark hilft bedrohten Arten

Der Naturpark Kaunergrat beeindruckt durch seine vielfältige Flora und Fauna, durch idyllische Dörfer und liebliche Sonnenhänge mit über tausend Schmetterlingsarten. Geheimnisvolle Naturdenkmäler und Themenwege wie der Wildtier-Erlebnispfad machen den Naturpark zu einem Paradies, das erwandert und entdeckt werden will. Auch für Mountainbiker eignet sich das Gebiet um Landeck hervorragend, die Tourenmöglichkeiten in und um den Naturpark Kaunergrat sind zahlreich.

Woche der Artenvielfalt
Im Mai wird im Naturpark die Woche der Artenvielfalt begonnen. Die Dunkle Biene und die Große Hufeisennase stehen dabei im Fokus. Die beiden Flugkünstler drohen aus Tirol zu verschwinden, die wenigen noch existierenden Exemplare sind im Oberland zuhause. Seltenen Bienen- und Fledermausarten widmet der Naturpark Kaunergrat nun einen Schwerpunkt. Täglich sterben weltweit um die 100 Arten von Tieren aus. Auch in Tirol geraten seltene Spezies und Arten durch die Eingriffe des Menschen in die Natur immer stärker unter Druck.

33 Libellenarten in Landeck
Allein in Landeck gibt es etwa 33 unterschiedliche Libellenarten. Der Naturpark versucht durch ein Schutzprojekt, das durch Interreg-Mittel und der Leaderförderung finanziert wird, die heimischen Arten zu schützen und vor dem Aussterben zu bewahren. Es wird versucht, die Quartiersituation von Fledermäusen und die Wanderkorridore von Vögeln zu verbessern, um die Populationen zu stärken. Erste Erfolge gibt es bereits zu verzeichnen: Die Dunkle Biene wurde von der Arche Austria in die „Rote Liste“ aufgenommen. Außerdem konnten die sieben Bienenlinien, die es früher in Tirol gab, nachgezüchtet werden.

Natur spüren
Doch nicht nur seltene Arten fühlen sich im Naturpark Kaunergrat wohl, sondern auch eine gänzlich unbedrohte Spezies: Der Mensch. Die Schönheit der Natur und des Gebirges kann im Kaunergrat abseits des Trubels und der Hektik der modernen Welt erlebt werden – hier kann man wieder Kraft tanken. Die Venetseilbahn führt Wanderer etwa in nur zehn Minuten auf den über 2.000 Meter hohen Krahberg. Von dort aus können zahlreiche Höhenwanderwege beschritten werden. Ein Rundwanderweg bietet Bergabenteuer für die gesamte Familie. Hütten und Almen, auf traditionelle Weise bewirtschaftet, laden zur „Marend“ mit selbstgemachtem Käse und Speck ein.

Klettern, Canyoning, Paragleiten…
Auch abseits der Wanderpfade kann Natur erlebt werden. Vielleicht aus einer ganz neuen Perspektive? Die thermischen Verhältnisse erlauben Paragleiten, beim Canyoning können Flüsse und Wasserfälle erkundet werden und beim Klettern werden die eigenen Grenzen verschoben. Abenteurer finden im Naturpark Krahberg also eine Fülle an Möglichkeiten, um ihr Naturerlebnis unvergesslich zu machen. Lehrpfade führen noch zusätzlich ein in die Geheimnisse der Natur: Der Baumlehrpfad und der Moorlehrpfad bringen nicht nur jungen Menschen die Natur ein Stückchen näher.

(Bildquellenangabe: tbo2007 / flickr.com)

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